News

Friesenstoff


Brigitte Janson
Die Tortenbäckerin


Viktor Glass
Trockeneis


Edna Schuchardt
Friesenfeuer


Inka G Schmidt, Ulrike Stegemann, Christin Lyva, Anita Friedrich, Andrea Tillmanns, Ednor Mier, Marietta Brem, Rosita Hoppe, Claudia Mummert, Elke Meyer
Blutsommer: Edition Lady´s Lit






Rosita Hoppe
Das Glück fährt Taxi

Montag, 2. Januar 2012

Interview mit Britta Orlowski



Da ich sowieso einige Tage in meiner alten Heimat Berlin verbringen wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt auch gleich mal bei meiner Kollegin Britta Orlowski vorbeizuschauen, die im idyllischen Örtchen "Rathenow" lebt, wobei für Berliner alles Örtchen ist, was weniger als 100.000 Einwohner hat *lol*. Das Wetter war leider nicht so besonders, deshalb konnten wir nicht in Brittas wunderschönem Garten sitzen. Aber ihr Haus ist toll gemütlich was zum Teil an den hübschen Patchwork und Quiltassesoires liegt, die überall dekorativ verteilt sind.



Da platzte mir dann auch gleich die Frage raus: "Sag mal, hast du das alles selbst genäht?"
"Ja, das habe ich", lautete die Antwort, die mir echte Bewunderung abverlangte, weil ich in Handarbeit vom ersten bis zum letzten Schuljahr beständig eine Fünf hatte.
Meine zweite Frage war dann nach den Titeln der Trilogie, die im nächsten Jahr im Verlag Aaronis Collection erscheinen werden.

Britta Orlowski : Sie lauten 'Rückkehr nach St. Elwine', das Buch erscheint Ostern 2012, zweitens 'Pampelmusenduft', das erscheint ebenfalls Ostern 2012 und der dritte Band heißt 'Zitronentagetes'. Die Nummer drei erscheint dann aber erst 2013.

Darklady: Deine Romane erscheinen im Frühjahr und du warst so nett, mir schon mal ein paar Vorabinfos zu geben. Aber ich finde es besser, wenn du den LeserInnen selber etwas über deine Romane erzählst. Würdest du das tun?

Britta Orlowski: Sehr, sehr gern. Ich möchte vor allem nicht versäumen zu sagen, dass meine Romane zwar im Quilt- und Patchworkmilieu spielen, sie aber so konzipiert sind, dass jede Frau sie lesen kann. Es gibt dort Liebe, Romantik, Spannung, Erotik, Humor und Tragik – wie im richtigen Leben. Es ist einfach wie ein Querschnitt durch den kleinen Ort St. Elwine oder ein Spaziergang, bei dem man hinter die Kulissen der Häuser schauen kann.



Pampelmusenduft
von Britta Orlowski
ISBN 978-3-936524-53-6

Der Roman "Pampelmusenduft" erscheint Ostern 2012 in der Aaronis Collection. Ab wann er vorbestellt werden kann, wird noch bekannt gegeben.

Die Geschichte über die Menschen in St. Elwine geht weiter...

Als Charlotte und Tyler sich zum ersten Mal begegnen, stehen beide unter Stress.
Sie kehrt nach langer Tätigkeit in der Entwicklungshilfe heim und fühlt sich von der Menschenmenge auf dem Flughafen erschlagen.
Er hingegen ist Rocksänger, hat eine kräftezehrende Tournee hinter sich undkämpft mit einem Jetlag.
Daher hält sie ihn für einen enthusiastischen Fan und er sie für eine zickige Touristin.
Was als Verwechslungskomödie beginnt, entwickelt sich allmählich zu einem mysteriösen Versteckspiel. Bald erhält Tyler Anrufe und Drohbriefe. Wer ist der Stalker?
Nachdem es immer wieder zu überraschenden Wendungen kommt,
spitzt sich die Lage plötzlich dramatisch zu...
Eine furiose Liebesgeschichte, deren Spannungsbogen bis zur letzten Seite reicht. Liebhaber von Romanen im Patchworkmilieu kommen auf ihre Kosten und treffen auf alte Bekannte aus Band eins.


Darklady: Hast du die Orte, in denen die Trilogie spielt selber besucht?

Britta Orlowski: Die Küstenstadt St. Elwine ist ein fiktiver Ort. Pate stand jedoch ein real existierendes Inselchen, auf der ich einst mit meiner Familie einen herrlichen Urlaub verbracht habe.

Darklady: Habe ich das richtig verstanden, du bist selbst eine begeisterte Quilterin?

Britta Orlowski: Ja, das ist korrekt.

Darklady: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Quilten und Patchwork?

Britta Orlowski: Das ist einfach erklärt: Quilten ist das englische Wort für steppen. Also ist ein Quilt eine Steppdecke.
Früher verwendete man ja Flicken, die aus alten Klamotten noch brauchbar waren - es musste gespart werden. Meistens waren die Leute arm, die in die neue Welt aufbrachen, um ihr Glück zu finden. Und da verschlissene Stücke nicht so gut wärmten, wurden die einzelnen Lagen (Top, Einlage, Rückseite) gesteppt - also gequiltet. Dadurch "kittete" man die Lagen aneinander, dass sie nicht verrutschten und je dichter gesteppt wurde, desto besser wärmte das Teil. Zusätzlich kam dann irgendwann mal jemand auf den Trichter, die Steppstiche nach einem Muster zu machen. So dass auch noch eine hübsche Optik dazu kam.

Patchworking - ist, wie der Name schon sagt, eine zusammengesetzte Näharbeit aus verschiedenen Flicken/Teilen. Im strengsten Sinne ist damit lediglich das Top, also die Vorderseite gemeint. Erst wenn alle drei Lagen zusammen geheftet und anschließend gesteppt wurden, darf das Teil Quilt genannt werden.

( Dieser wunderschöne Winterquilt gehört einer Leserin, Claudia Hieber, noch... Sie bietet ihn zum Verkauf an. Bei Interesse bitte mailen an:claudia@hibi.eu)




Darklady: Wie lange hast du an den Manuskripten gearbeitet?

Britta Orlowski: Das ist schlecht genau zu beantworten. Das erste Manuskript hat wohl am längsten gedauert. Während der Arbeit daran habe ich mich Kritikern gestellt, deren Hinweise ich oft berücksichtigt habe. Und das hieß: ändern, überarbeiten, nochmals neu schreiben, wieder ändern ...

Darklady: Und wie lange hat es gedauert, bis deine Buchidee angenommen wurde, bzw. bei wie vielen Verlagen hast du dein Manuskript eingereicht?

Britta Orlowski: Es gingen schon Jahre ins Land. Nach der zehnten Absage habe ich aufgehört mitzuzählen. Es war zu frustrierend. Ganz wunderbar war dann, dass mein Sohn sagte: „Das schaffst Du schon, kleine Mama.“ Er hat recht behalten.

Darklady: Schreibst du auch in anderen Genres?

Britta Orlowski: Ich habe begleitend zum ersten Roman ein Sachbuch geschrieben, in dem Anleitungen zum Nachnähen von zehn Projekten aus „Rückkehr nach St. Elwine“ stehen. Durchaus möglich, dass ich das auch für die beiden anderen Romane realisiere. Das hängt davon ab, ob ein Verlag gefunden wird.

Außerdem schreibe ich derzeit an einem historischen Roman. Im Grunde gehören aber alle meine Romane zum Genre Liebesroman, egal, in welcher Zeit sie spielen.

Darklady: Woher nimmst du die Ideen für deine Romane?

Britta Orlowski: Die sind irgendwann einfach da. Wahrscheinlich geht eine Menge ab in meinem Unterbewusstsein. Aber ich möchte das gar nicht analysieren. So bin ich eben.

Darklady: Viele Autoren hassen das Exposéschreiben. Wie ist das bei dir? Und wie lange brauchst du, bis du ein verlagsreifes Expo fertig hast?

Britta Orlowski: Früher habe ich die Exposés immer erst nachträglich geschrieben, weil sie von den Verlagen verlangt wurden. Heute kann ich das auch schon vorab (dank meiner Kritiker und „Mentoren“). In ein zwei Tagen, denke ich, bekomme ich ein gutes Exposé hin. Zwei Tage deshalb, weil ich stets nochmal nachfeile.

Darklady: Wie entwickelst du deine Personen?

Britta Orlowski: Ich gehöre nicht zu den Autoren, die lange entwickeln. Handlung, Protagonisten, Orte, Namen: sie sind einfach eines Tages da und los geht´s.

Darklady: Wie gehst du bei der Recherche vor?

Britta Orlowski: Das läuft eher zum Teil parallel, während des Schreibens anderer Romane. In dem Moment, wo ich eine vage „Vision“ für ein zukünftiges Projekt habe, beginne ich nach und nach Fakten zu sammeln. Meistens landen die nötigen Informationen zufällig bei mir. Andere, die sich dann ergeben, habe ich erst mal begonnen, den betreffenden Roman zu schreiben, suche ich gezielt in allen möglichen Quellen.

Darklady: Brauchst du ein bestimmtes Ambiente, um konzentriert arbeiten zu können? Hörst du bei der Arbeit an einem Manuskript vielleicht Musik und wenn ja, welche Stücke inspirieren dich? Oder brauchst du zum Schreiben absolute Stille?

Britta Orlowski: Ich möchte allein sein, so viel steht fest. Der Rest ist Wetter abhängig: Draußen im Garten, in der Sonne oder in meinem Arbeitszimmer. Sitze ich im Garten, schreibe ich die Rohfassung handschriftlich. Tippe ich es dann in den PC ein, lasse ich mich gern auch von Musik begleiten. Insbesondere bei „Pampelmusenduft“, da die männliche Hauptfigur ein Rocksänger ist. Auch greife ich manchmal zu Musik, um mich in besondere Stimmungen zu versetzen.

Darklady: Und wo arbeitest du am liebsten? Magst du den Lesern deinen Arbeitsplatz ein wenig beschreiben?

Britta Orlowski: Am liebsten – eindeutig draußen im Garten. Auf einem bequemen Liegestuhl, mit einem Knietablett über den Beinen liegend. Kugelschreiber und Schulblock oder Heft – mehr brauche ich nicht. Da gehen meine Gedanken auf die Reise und ich bin dann mal weg ...

Darklady: Wie lange arbeitest du an einem Manuskript und wie sehen die Arbeitsabläufe aus?

Britta Orlowski: Da ich noch meinem Broterwerb nachgehe, muss das Schreiben eine untergeordnete Rolle einnehmen – noch (lacht). Ich bemühe mich, täglich drei bis fünf Manuskriptnormseiten zu schreiben. Am Wochenende oftmals mehr.

Darklady: Was nervt dich in deinem Beruf als Autorin am meisten?

Britta Orlowski: Das Warten auf Antworten, sei es von Verlagen oder Agenturen.

Darklady: Welche beruflichen Pläne hast du für die Zukunft?

Britta Orlowski: Es wäre schon schön, wenn sich meine Bücher gut verkauften und man davon leben könnte.

Darklady: Was bedeutet das Schreiben für dich?

Britta Orlowski: Den Alltag vergessen, Abenteuer erleben, endlich in allem den Bestimmer mimen (lach).
Fakt ist: Ohne Schreiben kann ich nicht leben. Ich brauche es, wie das Atmen.



Der Roman erscheint in überarbeiteter Fassung Ostern 2012 im Verlag Aaronis Collection neu.
Vorbestellung ab sofort:
aaroniscollection@t-online.de
oder telefonisch: 07191/20386 sowie 07191/22555

Der erste Roman über das Quilter- und Patchworkmilieu aus der Feder einer deutschen Autorin. Elisabeth Crane kehrt nach Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie nimmt die Stelle der Oberärztin am St. Elwine Hospital an und widmet sich mit großem Elan ihrer Arbeit. Dank des Einflusses ihrer Freundin Rachel schließt sich Liz der örtlichen Patchworkgruppe an.
Bereits nach wenigen Wochen trifft sie auf ihren alten Gegenspieler aus der Highschool – Joshua Tanner. Glaubt er noch immer der unwiderstehliche Herzensbrecher zu sein? Elisabeth ahnt: irgendetwas hat sich geändert. Sie kann nicht verhindern, dass ihr Leben erneut kompliziert wird und schon bald steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens... Dies ist der Auftakt einer Serie spannender Geschichten über die Menschen in St. Elwine – einer gewöhnlichen Kleinstadt an der Küste von Maryland.


Darklady: Wie gehst du mit Absagen um?

Britta Orlowski: Das ist unterschiedlich, je nach dem, wie es mir an dem betreffenden Tag geht. Aber schön ist es nie.

Darklady: Und wie gehst du mit schlechten Kritiken und Rezensionen um?

Britta Orlowski: Ich muss noch viel lernen, um nicht mehr so dünnhäutig zu sein. Zum Glück überwogen bis jetzt die guten Kritiken und das gibt mir Kraft.

Darklady: Was denkst du, ist für Neuautoren, die noch nicht veröffentlicht haben, am wichtigsten? Worauf sollten sie achten und was sollten sie vermeiden?

Britta Orlowski: Sie sollten sich Kritiker suchen, die nicht zum Freundeskreis gehören und sich der Kritik stellen. Auch wenn es weh tut. Man lernt daraus. Außerdem halte ich es für wichtig, sich ein Netzwerk aus Autoren, Lesern, Verbänden u.s.w. aufzubauen – ohne Internetanschluss und nur im stillen Kämmerlein funktioniert das nicht. Und man braucht einen sehr, sehr, sehr langen Atem.

Ich bekam ganz am Anfang einen Tipp, den ich stets beherzigt habe: nichts machen, wofür ich selbst Kosten tragen muss. Egal wie verlockend es in manchen Situationen erscheinen mag.

Darklady: Liebe Britta, ich danke dir ganz, ganz herzlich für dieses Interview.

Wer mehr über Britta und ihre Bücher erfahren möchte, bitte hier entlang....

http://www.britta-orlowski.de/

PS: Danke noch mal für deinen absolut leckeren Tee!!!! Du bist von uns beiden eben doch die bessere Tee-Köchin *smile*

Donnerstag, 10. Februar 2011

Interview mit Aveleen Avide

27367_1678099370_631_n
Das Wetter in München ist regnerisch, ein unangenehmer Wind zerrt an den Schirmen der Passanten, die an den Fenstern des Cafés Puck vorbeieilen. Als Aveleen das Lokal betritt, drehen sich sofort die männlichen Gäste nach ihr um. Kein Wunder, die Autorin ist nicht nur bildhübsch sondern auch total sexy...

Aveleen Avide: Liebe Darklady, du bist zu gut zu mir. :-)

Darklady (schmunzelt): Als erstes eine sehr neugierige Frage: Wie schaffst du es auf diesen unheimlich hohen Absätzen herumzulaufen? Verzeih, aber die sind mir bei unserem ersten Treffen bei einer BLC als erstes aufgefallen.

Aveleen Avide: Lach. Manchmal denke ich, Absatzschuhe habe ich schon in die Wiege gelegt bekommen. Spaß beiseite. Als ich mit ca. 14 Jahren zum ersten Mal richtig tolle Schuhe aussuchen durfte, da waren es weinrote Schuhe mit Riemchen und ca. sieben-Zentimeter-Absätzen. Und seither bin ich solchen Schuhen verfallen. ;-) Allerdings würde ich sie nicht in die Berge anziehen oder zum stundenlangen Shoppen mit Freundinnen. So vernünftig bin ich dann doch wieder. Lach.

Darklady: Du arbeitest als Journalistin, unterhältst einen eigenen Blog mit reger Leserteilnahme, schreibst Kritiken und dazu noch deine hocherotischen Geschichten. Das bedeutet, dass du viele Stunden am PC sitzt. Was tust du zum Ausgleich? Treibst du Sport, hast du ein Hobby?

Aveleen Avide: Nein, ich treibe keinen Sport. Dazu fehlt mir die Zeit. Allerdings sagen meine Freundinnen dann immer: „Dafür nimmt man sich Zeit.“
Worauf ich antworte: „Wo soll ich die Zeit wegschneiden? Vom Schreiben, von meinen Jobs, mit denen ich Geld verdiene, von den Interviews, die ich vorbereite, vom Schlaf, der eh zu kurz kommt, von den paar Mal pro Woche weggehen oder von den paar Stunden pro Woche, in denen ich mich entspanne?“

Wenn ich mal viel Zeit habe, dann mache ich Sport. Aber Sport ist mir einfach nicht wichtig. Wenn, dann würde ich auch nicht Sport treiben, sondern tanzen gehen. Ich tanze leidenschaftlich gerne, alles, außer Salsa. Nach Musik tanzen macht mich unglaublich glücklich.

Lesen war früher ein großes Hobby von mir, dazu komme ich fast gar nicht mehr. Zu Weihnachten und an Silvester habe ich es mir jeweils gegönnt, ein Buch zu lesen.

Mein großes Hobby ist mein Blog, meine Internetkontakte. Ich koche leidenschaftlich gerne und esse gerne sehr gut. Im Sommer liege ich sehr gerne an der Isar im Schatten, komme aber nur ganz selten dazu. Für mehr Hobbys bleibt keine Zeit.

Darklady: Wenn ich richtig informiert bin, sind deine beiden Erotik-Bände "Seidene Küsse" und "Samtene Nächte" sofort auf die ersten Plätze der Hitliste geschossen. Deine Leser reißen dir deine erotischen Bücher sozusagen aus den Händen. Als du damals mit dem Schreiben angefangen hast, hast du da an einen solchen Erfolg geglaubt und wie gehst du mit dem Erfolg um?

Aveleen Avide: Es stimmt schon, „Seidene Küsse“ ist innerhalb weniger Wochen gleich bis zum Platz 1 der Amazon.de-Erotik-Bestseller gestürmt und hat sich dort 4 Monate festgehalten. :-)
Bei „Samtene Nächte“ hat es länger gedauert … Dafür hat es sich zu einem Longseller entwickelt, wie es in der Branche so schön heißt. Was übrigens auch bei „Seidene Küsse“ der Fall war.

Es freut mich natürlich ungemein, dass meine Bücher ziemlich gut laufen. Es war für mich auch ein Ansporn, an meinem 3. Band mit erotischen Kurzgeschichten zu schreiben.

Bei meinem ersten Buch „Seidene Küsse“ gingen alle Wünsche, die ich in das Buch setzte, taggenau in Erfüllung, bis hin zum Wunsch, dass „Seidene Küsse“ an meinem Geburtstag erscheinen soll. Was aber nicht sicher war, denn bei Amazon.de war es für den 1. November 2006 angekündigt gewesen. Gerechnet hatte ich nicht mit diesem Erfolg … gewünscht hatte ich es mir natürlich.


Heyne Verlag;Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453545141
ISBN-13: 978-3453545144
Preis: 7.95€

Darklady: Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen und was bedeutet das Schreiben für dich?

Aveleen Avide: Zum belletristischen Schreiben kam ich wie die Jungfrau zum Kind … Wenn ich diese verwegene Metapher verwenden darf. ;-) Mein Leben war an einem Punkt, an dem ich wusste, so will ich nicht mein restliches Leben verbringen. Tagein, tagaus habe ich mir die Frage gestellt: „Aber was könnte ich bloß machen, damit sich mein Leben positiv verändert?“ Ich war, wie es so vielen Menschen geht, so eingefahren in meinem Leben, dass ich glaubte, es auch nicht mehr herumreißen, geschweige denn ändern zu können.

Dann eines Nachts, bekam ich die Antwort auf meine Frage. Ich hatte erst ein paar Stunden geschlafen und plötzlich schnellte ich senkrecht im Schlaf hoch. Gleichzeitig war ganz klar verständlich das Wort „Schreiben“ in meinem Kopf. Ich bin so erschrocken, dass ich sofort laut gesagt hatte: „Wie?! Schreiben?!“

Mir fielen auf Anhieb gleich so viele positive Argumente ein, dass ich wusste: Das ist es!! Das ist die Antwort auf meine Lebensfrage!

Ich habe gleich im nächsten Urlaub angefangen zu schreiben. Dabei habe ich gemerkt, dass mir noch das berühmte Handwerkszeug fehlt. Das habe ich bei der Schule des Schreibens nachgeholt. Inzwischen lasse ich mich privat coachen.

Was also Schreiben für mich bedeutet? Alles! Es ist schwere Arbeit, aber Arbeit, die ich nie mehr aufgeben werde. Manchmal lässt es mich meine Haar raufen! Manchmal frage ich mich, ob mir immer etwas einfallen wird? Manchmal zweifle ich an mir und dann wieder sage ich mir: „Niemand, so gar niemand aus meinem privaten Umfeld hatte an mich geglaubt, was das Schreiben betrifft und doch habe ich es geschafft. Bisher ist mir auch immer etwas eingefallen. Warum also sollte es plötzlich aufhören?“
Schreiben war es, was mein Leben unglaublich positiv verändert hat.

Darklady: Es geht ja die Mär um, dass Journalisten keine guten Prosa-Schriftsteller sein können. Dieses Vorurteil widerlegen deine Texte eindeutig. Aber wie schaffst du es, diese beiden völlig unterschiedlichen Arbeitsweisen zu trennen, damit sie sich beim Schreiben nicht gegenseitig ins Gehege kommen?

Aveleen Avide: Ich habe schon viele Autoren interviewt, die sowohl journalistisch als auch belletristisch schreiben. Etliche Bücher dieser Autoren sind auf Bestsellerlisten und bei Amazon.de in den vorderen Rängen vertreten, bzw. vertreten gewesen.

Bei mir war ja zuerst das belletristische Schreiben da. Ich denke, deshalb empfinde ich es auch nicht als schwer, journalistisch zu schreiben. Da ich bei meinen Jobs als Sekretärin sowieso immer logische Briefe schreiben muss, fällt mir hier das Umdenken leicht.


Darklady: Wie lange hat es gedauert, bis dein erstes Buch-Manuskript angenommen wurde und bei wie vielen Verlagen hast du dein Manuskript eingereicht?

Aveleen Avide: Das waren eben die ganzen Wünsche, die beim ersten Buch auf Anhieb geklappt haben. Meine Co-Autorin und ich hatten unser Manuskript an ca. 5 Verlage und ca. 3 Agenturen geschickt. Alle gleichzeitig. Innerhalb einer Woche hatten zwei Agenturen Interesse und wir entschieden uns für Lianne Kolf. Innerhalb von sechs Wochen hatten wir den Heyne-Verlag, der unser Buch verlegen wollte.

Darklady: Wie gehst du mit Absagen um?

Aveleen Avide: Ich hatte meiner Co-Autorin gesagt: „Wenn eine Absage kommt, dann schicke ich gleich wieder ein Manuskript weg.“ Ich nannte es immer „Hoffnung ist unterwegs.“ Und weil ich gleich bei der ersten Absage das nächste Manuskript verschickt habe, kam erst gar nicht das Gefühl auf, dass wir es vielleicht nicht schaffen könnten. Oder: Warum sollte ausgerechnet jemand unser Buch haben wollen? Einmal musste ich ein Manuskript zusätzlich verschicken, ehe schon die erste Zusage von einer Agentur kam.

Darklady: Und wie gehst du mit schlechten Kritiken und Rezensionen um?

Aveleen Avidee: Bevor ich veröffentlicht habe, hatte ich mich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Den besten Rat, den ich bekommen konnte war: „Mit Kritiken soll man positiv umgehen. Wenn du aus einer konstruktiven schlechten Kritik etwas lernen kannst, dann lerne daraus. Wenn es nur ein unqualifiziertes Niedermachen ist, dann ignoriere es und wenn es eine gute Kritik ist, freu dich darüber.“

Ich werde mit Sicherheit nicht unflätig jemanden gegenüber werden, weil er eine schlechte Kritik zu meinem Buch verfasst. Außerdem ist es die Meinung des einen Kritikers und andere haben eine ganz andere Meinung.

Was nicht heißt, das mich eine schlechte Kritik nicht dennoch verletzt. Heeeeul! ;-)

Darklady: Was war das für ein Gefühl als du das Buch dann zum ersten Mal in den Händen gehalten hast?

Aveleen Avide: Ich habe mir immer visualisiert, dass ich mein eigenes Buch in den Händen halte, es an irgendeiner Stelle aufklappe und daran rieche. Ich liebe den Geruch von frisch gedruckten Büchern! Und genau das habe ich gemacht. Der Geruch meines ersten eigenen Buches war … überwältigend! :-)

Darklady: Woher nimmst du die Ideen für deine Geschichten? Und wie entwickelst du deine Plots?

Aveleen Avide: Leider bin ich noch ganz schlecht beim Plot entwickeln. Das liegt mir einfach noch nicht. Aber irgendwann werde ich diesen Punkt sicher knacken. Schwitz. Hoffentlich bald.

Im Augenblick ist es so, dass ich entweder eine bestimmte Location oder eine bestimmte sexuelle Handlung im Kopf habe, über die ich eine Geschichte schreiben möchte. Dann setze ich mich an meinen Laptop und fange einfach an zu schreiben. Irgendeinen Satz. Dann suche ich nach ein paar Sätzen den Namen. Wenn ich den Namen habe, dann dauert es einige Zeit, bis die Figur in meinem Kopf Gestalt annimmt und von da an ist es leichter bis leicht. Bei mir ist es so, dass mir durch das Schreiben die Ideen kommen. Wenn ich auf die berühmte Muse warten würde, bis sie mich küsst, dann würde ich wohl am Sankt Nimmerleinstag noch ungeküsst sein und vor allem nie auch nur einen Satz schreiben. ;-)

Wenn ich eine Geschichte in eine bestimmte Richtung schreiben möchte und es funktioniert so nicht richtig, weil die Handlung der Protagonistin Fragen aufwirft, dann fällt mir meistens im Schlaf oder im langsamen Wachwerden eine Lösung ein. So wie erst vor kurzem wieder.

Ich hatte eine geile Location, aber das würde eine 50-Seiten-Geschichte werden. Ich habe aber für meinen 3. Band schon eine Geschichte mit 49 Seiten. Deshalb war mir sofort klar, ich kann in einem Kurzgeschichtenband nicht zwei Geschichten mit 50 Seiten unterbringen. Außerdem könnte man die Geschichte zu einem Roman ausbauen. Die Haltung der Protagonistin braucht Raum, sich zu entfalten. Ich will aber auch nicht diese geile Location verballern. Am nächsten Morgen konnte ich so richtig ausschlafen und im Halbschlaf fiel mir eine Lösung ein. Eine geile Lösung. :-) An dieser Geschichte schreibe ich gerade.

Darklady: Schreibst du auch in anderen Genres?

Aveleen Avide: Noch nicht. Dafür reicht die Zeit einfach nicht aus. Aber es ist angedacht.

Darklady: Viele Autoren hassen das Exposéschreiben. Wie ist das bei dir? Und wie lange brauchst du, bis du ein verlagsreifes Expo fertig hast?

Aveleen Avide: Da ich für jede Kurzgeschichte ein Exposee schreibe (also einen ca. 4-Zeiler), brauche ich dafür nicht lange und ich habe dazugelernt. Am Anfang konnte ich das nicht. Da habe ich immer völlig belanglose Dinge reingeschrieben und die wichtigen Dinge weggelassen. Ich musste es immer einer Freundin lesen lassen, die hervorragend in diesen Dingen ist, ehe ich das Exposé wegschickte. Das tue ich zwar heute auch noch, aber außer, dass sie ein paar Worte ändert, ist sonst alles okay.

Darklady: Wie entwickelst du deine Personen?

Aveleen Avide: Bei einer erotischen Kurzgeschichte muss ich ja eine Protagonistin nicht großartig entwickeln. Schon, aber eben tausend Mal kürzer als in einem Roman. Wie gesagt, ich schreibe erst einmal drauflos, dann nimmt die Figur vor meinem inneren Auge Gestalt an und dann weiß ich auch, was auf den ersten Seiten geändert werden muss oder wie sie sich bei einer sexuellen Handlung verhalten wird. Auf jeden Fall muss ziemlich schnell ein Name her, denn damit assoziiere ich schon auf die Protagonistin. Ich brauche erst Äußerlichkeiten, ehe ich auf die inneren Werte schließe. ;-) Jedenfalls bei meinen Protagonistinnen.


Darklady: Brauchst du ein bestimmtes Ambiente, um konzentriert arbeiten zu können? Hörst du bei der Arbeit an einem Manuskript vielleicht Musik und wenn ja, welche Stücke inspirieren dich? Oder brauchst du zum Schreiben absolute Stille?

Aveleen Avide: Ich brauche definitiv ein bestimmtes Ambiente. Handy wird leise gestellt. Eine Flasche ist mit warmen Leitungswasser gefüllt, das Glas ist schon eingeschenkt.
Musik auf meinem Laptop läuft ganz ganz leise. Laut darf sie aber auch nicht sein, damit sie mich nicht ablenkt. Ich höre gerne Musik, die gleich bleibend ist, wie z.B. Shakira, Dido, Miriam Makeba, Alicia Keys, Katie Melua, etwas in der Art. Ohne Musik kann ich nicht schreiben. Da ist mir die Stille in der Wohnung zu laut. (Kennt das jemand?) Es lenkt mich zu sehr ab, wenn ich höre, wie die Nachbarn die WC-Spülung betätigen, den Wasserhahn aufdrehen, deren Waschmaschine läuft, wie jemand den Fernseher lauter gestellt hat …
Dann geht’s los.

Ach, ich kann auch nicht draußen schreiben, dort kann ich höchstens Korrektur lesen oder recherchieren. Wobei, das Recherchieren könnte jetzt jemand falsch verstehen. ;-) Z.B. brauchte ich für eine Geschichte eine Luxusvilla in Hamburg und die Ansicht der Häuser, bzw. Hotels an der Alster. Ich brauchte schon Infos zu Luxusmöbelstücken, sündhaft teuren Weinen und solche Sachen eben.

Darklady: Und wo arbeitest du am liebsten? Magst du den Lesern deinen Arbeitsplatz ein wenig beschreiben?

Aveleen Avide: Ich habe nur eine kleine Wohnung, da bleiben nicht viele Möglichkeiten. Auf meinem Schreibtisch steht mein Laptop, das Zimmer habe ich im Rücken, damit es mich nicht ablenkt. Ich wohne im fünften Stock und dort habe ich den Schreibtisch so aufgestellt, dass ich aus dem Fenster sehen kann. Da fallen mir dann auch gigantische Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergänge auf. Wenn ich aus dem Fenster nach halbrechts schaue, dann sehe ich die Berge. Sehr eindrucksvoll! Wobei im Sommer 2010, der kein Sommer war, habe ich in diese Richtung weniger gerne geschaut, da ich schon morgens sah, dass die Regenwolken bis in die Berge reichen und der ganze Tag somit grau und verregnet sein wird. Und das, wo ich doch so sonnenhungrig bin.

Darklady: Wie lange arbeitest du an einem Manuskript und wie sehen die Arbeitsabläufe aus?

Aveleen Avide: Ich schreibe, schreibe, schreibe, bis die erste und dann die zweite usw. Geschichte fertig ist. Ha! Schön wär’s. ;-)

Beim ersten Buch war es tatsächlich so. Beim zweiten habe ich schon viel mehr Disziplin aufbringen müssen – man darf nicht vergessen, da hatte ich auch noch einen Ganztagsjob. Bei meinem dritten Buch brauche ich für jede einzelne Geschichte schon wesentlich länger, das liegt aber auch daran, weil ich mich bei jedem Satz erwische, wie ich mich frage: „Ist das keine Behauptung? Keine Erklärung? Ist der Satz stimmig? Soll ich die Gefühle weiter ausbauen oder ist das jetzt so eine Stelle, wo ich es kürzer schreiben sollte? Ist kein Pfui-bäh-Wort dabei?“ (So nennt es mein Coach und das heißt nicht, dass es ein Wort unter der Gürtellinie ist, sondern es ist ein Wort, das entweder nicht zur Protagonistin passt, das nicht in den Kontext passt, das kein einwandfrei grammatisch richtiges deutsches Wort ist …) Ja mei, i kum ha’d aus da Oberpfa’z. Da kann das schon mal passieren.

Das Schreiben muss ich zwischen meine zwei bis drei Jobs packen. Ich arbeite im Augenblick ca. 30 Stunden die Woche. Dann mache ich noch die Interviews, das heißt auch noch einmal 1,5 Stunden pro Interview. Außerdem pflege ich meine Internetkontakte, das ist auch mindestens eine Stunde pro Tag. Und dazwischen quetsche ich das Schreiben.


Verlag: rororo
ISBN-10: 3499252430
ISBN-13: 978-3499252433
Preis: 8,95€

Darklady: Was nervt dich in deinem Beruf als Autorin am meisten?

Aveleen Avide: Dass ich zu wenig Zeit zum Schreiben habe.

Darklady: Welche beruflichen Pläne hast du für die Zukunft?

Aveleen Avide: Dieses Jahr möchte ich zwei Kurzgeschichtenbände schreiben. Ansonsten habe ich einen ganz tollen Office-Arbeitsplatz (halbtags) und den anderen 2x4 Stunden-Office-Job pro Woche werde ich in Kürze aufgeben und dafür einen 3-Stunden-Office-Job pro Woche annehmen. Das ist mal der Plan für dieses Jahr. Dann möchte ich immer mehr schreiben und immer weniger für andere arbeiten. Wenn du wissen möchtest, was ich in 10 oder 20 Jahren mache …? Darauf kann ich nicht antworten. Ich halte nicht wirklich was von Erfolgsplänen und Co. Ich plane lieber meine nahe, als meine ferne Zukunft. Und dabei bin ich glücklich.

Was ich mir wünsche? Darauf könnte ich antworten, das würde aber das Interview sprengen. Denn bei mir sind noch viele Wünsche offen, die aber nicht alle sofort erfüllt werden müssen. Außerdem klappt es bei mir mit dem Wünschen, seit meinem ersten Buch und so visualisiere ich mir Vieles und das klappt. Da spreche ich jetzt aber nicht vom Parkplatz suchen. Okay, ich habe gar kein Auto. ;-)

Darklady: Wann können wir das nächste Buch von dir erwarten und wird es wieder ein Erotik-Shortyband sein oder etwas anderes?

Aveleen Avide: Es wird wieder Erotik sein. Und das schreibe ich auch sehr sehr gerne. :-) Wann das nächste Buch erscheint? Das kann ich noch nicht sagen. Drück’ mir die Daumen, ich warte gerade auf einen Anruf. Und während ich diesen Text Korrektur lese, kam schon der tolle Anruf, auf den ich gewartet hatte. Mehr wird nach Vertragsabschluss auf meinem Blog http://aveleen-avide.blog.de und in Facebook http://www.facebook.com/aveleen.avide verraten.

Darklady: Welche Ratschläge hast du für Neuautoren, die noch auf ihre erste Veröffentlichung hoffen?

Aveleen Avide: Du schreibst Kurzgeschichten? Reiche deine Kurzgeschichte bei einem Anthologiewettbewerb ein. Deine Kurzgeschichte sollte zur Ausschreibung passen. Ausschreibungen findest du z.B. auf der Homepage des Uschtrin-Verlages.

Du schreibst Romane? Setzte dich mit diesem Genre auseinander. Denn das ist deine Zielgruppe und dein Text muss zu dieser Zielgruppe passen.

Du weißt nicht, in welchem Verlag du dein Buch unterbringen könntest? Gehe in eine große Buchhandlung und sieh dir die Bücher in deinem Genre an, in welchem Verlag sie veröffentlicht wurden. Oder sieh im Internet nach. Dann sieh dir die Verlagshomepage an, was genau erwartet wird. Und halte dich an die Vorgaben. Schicke nicht 50 Seiten aus der Mitte des Romans ein, wenn die ersten 30 Seiten verlangt werden. Ruf am besten vorher im Verlag an, an welchen Lektor du das Manuskript senden solltest. Keine Sorge, es ist ein Vor- und kein Nachteil, wenn du einen exakten Ansprechpartner für dein Manuskript beim Verlag hast. Es zeugt sogar von Professionalität, wenn du diesen Anruf machst.

Überlege, ob vielleicht ein kleiner seriöser Verlag passend für deinen ersten Roman sein könnte. Da bekommst du zwar vielleicht keinen oder nur einen kleinen Vorschuss, aber es ist ein seriöser Einstieg.

Meide Verlage, bei denen du Geld für die Veröffentlichung zahlen musst. Denn der Autor bekommt Geld für seine Arbeit!

Wenn du dir nicht sicher bist, wie gut dein Text ist, dann gehe in Foren, in denen konstruktive Kritik geübt und nicht weichgespült wird. (Also, wo nicht ein grottenschlechter Text hochgelobt wird). Es gibt unglaublich gute Schreibforen, wie z.B. „42-Autoren“ und noch einige andere. Und gehe souverän mit der ersten Kritik um. Wenn du deine Kritiker angreifst, anstatt dich mit der Kritik am Text auseinanderzusetzen, dann lernst du nichts dazu und dich wird auch niemand mehr konstruktiv kritisieren. Und ich weiß, wie weh so eine erste negative Kritik tut, aber Autoren müssen da durch. Denn das wird es später, nach der Veröffentlichung auch geben.

Und vor allem, egal was passiert, wenn du wirklich veröffentlichen willst, dann lass es dir von niemanden ausreden. Glaub’ an dich!

Darklady: Aveleen, ich danke dir herzlich für dieses interessante Interview.

Freitag, 3. Dezember 2010

Endlich da!

icon
Er ist endlich da: Der neue Nordseekrimi "Friesentod". Er kann bestellt werden bei dem Verlag "Aaronis Collection". www.aaronis-cellection.com
Bitte benutzt für eure Bestellung das Kontaktformular http://www.aaronis-collection.com/64501/91001.html

Montag, 29. November 2010

Interview mit Lucy Palmer

Sie ist eine der erfolgreichsten Erotikautorinnen Deutschlands. Unter ihren Pseudonymen Inka Loreen Minden oder Lucy Palmer sind so elektrisierende Titel erschienen wie: "Mach mich wild" oder "Lustsklavin". Vor einigen Tagen nun hatte ich das Glück Monika zu treffen und ein Interview mit ihr zu führen.

Monika Dennerlein wurde im Jahre 1976 in Berchtesgaden geboren. Schon als kleines Kind hat sie sich Geschichten ausgedacht und aufgeschrieben – später erschienen ihre ersten Gedichte im »Berchtesgadener Anzeiger«, einer Heimatzeitung.
Nach dem Abitur verschlug es sie gemeinsam mit ihrem Mann nach München, wo sie ein paar Jahre als Zahntechnikerin arbeitete. Nach der Geburt ihres Sohnes im Jahr 2003 konzentrierte sich ihr Leben aufs Muttersein, drei Jahre später erwachte jedoch wieder ihre Leidenschaft fürs Schreiben.
Unter den Pseudonymen Inka Loreen Minden und Lucy Palmer sind seitdem von ihr 17 Bücher, 5 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen. Nebenher ist sie »Mädchen für alles« beim Dead Soft Verlag, wo sie u.a. die Cover gestaltet und beim Lektorat hilft.
Als Inka Loreen Minden hat sich die Autorin mit ihren homoerotischen Liebesromanen – den Gay Historicals – einen Namen gemacht.
Allgemein tummeln sich ihre Helden am liebsten im historischen England oder sind Vampire, Dämonen und Gestaltwandler.
Zu ihren erfolgreichsten Titeln zählen der Erotik-Bestseller »Mach mich scharf!« von Lucy Palmer (blue panther books) und der Soft-SM-Roman »Tödliches Begehren« (dead soft Verlag) von Inka Loreen Minden.


Mehr über die Autorin und ihre Werke auf ihrer Homepage:
http://www.inka-loreen-minden.de

Darklady: Du gehörst zu den Vielschreiberinnen unter den Autoren/Autorinnen. Das bedeutet, dass du viele Stunden am PC sitzt. Was tust du zum Ausgleich? Treibst du Sport, hast du ein Hobby?

Monika: Puh, es würde mir tatsächlich nicht schaden, mich mal wieder sportlich zu betätigen. 12 Stunden täglich am PC sind der Durchschnitt. Da bleibt kaum Zeit für andere Dinge, wie zum Beispiel Haushalt, ärgs. Wie eine Kollegin mal so treffend formulierte: »Bei uns kann man vom Boden essen. Man findet immer was.« (lacht)
Jede Sekunde Freizeit gehört daher meiner Familie.
Früher war ich regelmäßig beim Walken und habe gemalt(Seidenmalerei), aber seit ein paar Jahren kann ich sagen: Mein liebstes Hobby – das Schreiben – ist nun mein Beruf. Es verlangt mir sehr viel ab, gibt mir jedoch auch ganz viel zurück.

Darklady: Viele Autoren haben neben ihrem Beruf als Schriftsteller noch einen so genannten "Brotberuf". Wie ist das bei dir? (und falls ja) Wie schaffst du es, beide Berufe unter einen Hut zu bringen?

Monika: Bevor ich wirklich regelmäßig schrieb, arbeitete ich als Zahntechnikerin. Der Beruf war für meine kreative Ader genau richtig und hat mir gut gefallen. Leider wollte nach der Geburt meines Sohnes niemand mehr eine Mama einstellen. Was ich auch verstehen kann, denn Zahntechnik ist ein Ganztagsjob mit Open End. Schlecht mit Kind zu vereinbaren, vor allem, wenn man keine Oma in der Nähe hat ;-)
Mein Brotberuf ist nun das Schreiben und »nebenher« noch die Verlagsarbeit für den Dead Soft Verlag.

Darklady: Moni, du gehörst mit deinen Mach-mich-Büchern inzwischen zu den Top-Autorinnen Deutschlands. Deine Leser reißen dir deine erotischen Kurzgeschichten und Romane sozusagen aus den Händen. Sag mal, als du damals mit dem Schreiben angefangen hast, hast du da an einen solchen Erfolg geglaubt und wie gehst du mit dem Erfolg um?


Monika: Nein, mit einem solchen Erfolg hatte ich nicht gerechnet, dazu bin ich zu sehr Realist. Ich wusste im Voraus, wie hoch die Chancen stehen, als Frischling in dem Beruf Erfolg zu haben oder als Autor überhaupt. Daher kann ich es auch heute noch nicht so ganz begreifen. Nur mein Mann, der voll hinter mir steht, holt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und erinnert mich täglich daran.

Darklady: Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen und was bedeutet das Schreiben für dich?

Monika: Jetzt kommt wohl der Standardspruch aller Autoren: Geschrieben habe ich schon, seit ich schreiben kann, und Schreiben bedeutet natürlich alles für mich. Es ist so wichtig wie die Luft zum Atmen. Meine ganz große Leidenschaft.

Darklady: Wie lange hat es gedauert, bis dein erstes Manuskript angenommen wurde und bei wie vielen Verlagen hast du dein Manuskript eingereicht?

Monika: Hmm, darf ich das sagen? Das verfälscht jetzt die Statistik (lacht).
Da ich ja wusste, dass es wie ein Sechser im Lotto ist, von einem »richtigen« Verlag veröffentlicht zu werden (also ein Verlag, der den Autor bezahlt, nicht umgekehrt ;-), habe ich meine ersten Geschichten gleich selbst veröffentlicht. Mit positiver Resonanz. Daher dachte ich eines Tages: Ach, probier es doch einfach mal, bewirb dich bei einem Verlag, mehr als eine Absage kannst du ja nicht bekommen.
Also bewarb ich mich nur bei einem einzigen Verlag: Ubooks. Insgeheim rechnete ich jedoch mit einer Absage. Ich habe mir wirklich absolut keine Hoffnungen gemacht, weil ich ungefähr wusste, wie viel Manuskripte ein Verlag pro Monat bekommt und wie viele davon veröffentlicht werden.
Als bereits nach einer Woche die Zusage kam, war ich erst mal total platt.
Und dann kam eins zum andern, innerhalb ganz kurzer Zeit.

Darklady: Wie gehst du mit Absagen um?

Monika: Die gehören zu dem Job dazu und machen mir nicht wirklich etwas aus, weil ich immer sehr realistisch an alles herangehe. Vielleicht finde ich Absagen auch deshalb nicht so schlimm, weil ich noch nie eine wirklich vernichtende bekam. Meistens passten meine Manuskripte vom Thema nicht ganz ins Programm, doch die Lektorinnen meinten, ich könne ihnen gerne weitere Texte schicken. Manchmal bekam ich gleich eine Themenliste mit. So etwas motiviert natürlich ungemein.
Ich kann aber nachvollziehen, wie frustrierend es für Autoren sein muss, wenn sie immer nur Absagen bekommen. Da hilft nur dran bleiben und hart an sich arbeiten. Man lernt nie aus.

Darklady: Erinnerst du dich noch an den Tag, an dem du deine erste Zusage erhalten hast? Was hast du gefühlt?

Monika: Ja, das war die Ratz-Fatz-Zusage von Ubooks. Ich war total aufgeregt und konnte es nicht glauben, schwebte wie auf Wolken.

Darklady: Was war das für ein Gefühl, als du das Buch dann zum ersten Mal in den Händen gehalten hast?

Monika: Da es bei Ubooks mit meinem Buch »Verlockende Versuchungen« dann noch recht lang bis zur Veröffentlichung dauerte, war mein erstes »richtiges« Buch der Gay Historical »Temptations« beim Dead Soft Verlag (August 2008). Zu dieser Zeit entstand auch die Zusammenarbeit mit meinem Verleger Simon Rhys Beck.
Wahnsinn, in den knappen zwei Jahren ist seitdem so unwahrscheinlich viel passiert ...
Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl, sein eigenes Buch in Händen zu halten, auch beim siebzehnten Mal noch. Nur dass ich heute nicht mehr zittere, mir vor Aufregung der Schweiß aus allen Poren bricht und ich tagelang nicht mehr schlafen kann (lacht).

Darklady: Woher nimmst du die Ideen für deine Geschichten?

Monika: Die Ideen sind immer da. Als hätte ich einen ewig sprudelnden Quell in meinem Kopf, der hoffentlich nie versiegt.

Darklady: Viele Autoren hassen das Exposéschreiben. Wie ist das bei dir? Wie lange brauchst du, bis du ein verlagsreifes Expo fertig hast?

Monika: Da ich sowieso immer eine Art Exposé schreibe, bevor ich an einen neuen Roman herangehe, ist es dann nicht mehr so viel Arbeit, es verlagstauglich zu machen. Das schaffe ich dann innerhalb von zwei Tagen.

Darklady: Wie entwickelst du deine Personen?

Monika: Gegensätzlich – denn Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an und liefern natürlich eine Menge Konflikt. Meine Personen müssen vielschichtig sein, mit Ecken und Kanten, einfach interessant schon als Figur an sich. Daher entwerfe ich für jeden Charakter eine eigene Biografie. Meistens entwickeln sich die Charakter während des Schreiben von allein weiter, aber das »Grundgerüst« ist bereits definiert.
»Leider« geraten manche Figuren sehr lebendig, sodass ich oft denke, es gäbe sie tatsächlich. Dann fällt der Abschied immer unwahrscheinlich schwer. Komischerweise gelingen mir meine männlichen Protas oft besser als die weiblichen. Keine Ahnung, warum das so ist. Die einzige Ausnahme war meine Dämonin Raja in meinem erotischen Fantasyroman »Engelslust« (erscheint im Frühling 2011 im FallenStar Verlag). Die Dämonin hatte meinen Engel regelrecht an die Wand gespielt (lacht). Aber meiner großartigen Lektorin sei Dank, habe ich meinen Engel jetzt auch ganz gut hinbekommen. Ich glaube, ich habe mich noch nie so auf ein Buch gefreut wie auf dieses. Da steckt hundert Prozent Herzblut drin.

Darklady: Wie reagiert dein Umfeld (Nachbarn, Freunde, Familie) auf die Tatsache, dass du hocherotische Romane schreibst?

Monika: Meine Eltern waren anfangs skeptisch und haben niemandem gesagt, was ihr Töchterlein so macht, aber das hat sich mittlerweile gelegt. Die meisten finden es total cool, und ich hab sogar zwei Tanten, die ganz klasse finden, dass ich Erotik schreibe. Eine davon kauft jedes meiner Bücher - im Buchladen um die Ecke, wohlgemerkt (lacht). Das finde ich wiederum total klasse.
Ansonsten sag ich meistens keinem, was ich beruflich mache. Die sind dann dafür umso erstaunter, wenn sie es erfahren. »Was? Du??? Das hätte ich ja nie gedacht!«

Darklady: Brauchst du ein bestimmtes Ambiente um konzentriert arbeiten zu können? Hörst du bei der Arbeit an einem Manuskript vielleicht Musik und wenn ja, welche Stücke inspirieren dich? Oder brauchst du zum Schreiben absolute Stille?

Monika: Absolute Stille und mein Netbook, mit dem ich mich in eine kuschlige Ecke verziehe.

Darklady: Und wo arbeitest du am liebsten? Magst du den Lesern deinen Arbeitsplatz ein wenig beschreiben?

Monika: Verlagsarbeit mache ich an meinem großen PC im Wohnzimmer, zum Schreiben verzieh ich mich mit meinem Netbook entweder auf meinen Lieblingssessel oder ins Schlafzimmer.
Ich weiß, man soll im Bett nicht arbeiten (lacht), aber da hab ich`s warm und gemütlich. Außerdem hab ich die besten Einfälle immer beim Einschlafen, daher finden sich auf meinem Nachttisch immer haufenweise Zettel und Stifte (was meinen Mann oft in den Wahnsinn treibt, wenn mitten in der Nacht alle paar Sekunden das Licht angeht ;-).
Aber nächstes Jahr habe ich mein eigenes Arbeitszimmer, darauf freue ich mich schon sehr!

Darklady: Wie lange arbeitest du an einem Manuskript und wie sehen die Arbeitsabläufe aus?

Monika: Das ist unterschiedlich, aber grob kann ich sagen: Erst ist da die Idee. Wie ein Funke, der zu einer immer größeren Flamme wird, bis sie mich ganz und gar verschlingt. Erst wenn ich die ganze Story grob im Kopf habe und auch schon den Ausgang kenne, lege ich los. Ich mache mir (immer schon vorher) Notizen; plane jede Szene, gebe meinen Figuren Gesichter, Charaktereigenschaften, eine Lebensgeschichte, innere Konflikte. Ich weiß, wie sie sich im Laufe der Story wandeln, was für Höhen und Tiefen sie erleben, in welche »Kämpfe« sie verwickelt werden.
Wenn sich eine Story verselbstständigt, hat man am Ende keine runde Sache. Das ist meine persönliche Erfahrung. Daran haperte es früher immer bei mir. Ich hab einen Roman begonnen, munter drauf losgeschrieben und plötzlich gings nicht mehr weiter. Da war kein roter Faden. Mit einem Exposé geht die Arbeit einfacher und schneller von der Hand, ich kann da nicht mehr drauf verzichten.
Von der Idee bis zur Fertigstellung (Rohfassung, ohne Überarbeitung) vergehen etwa fünf Wochen bis drei Monate, wenn mir nichts dazwischenkommt. Manchmal arbeite ich an mehreren Projekten parallel, wobei ich jetzt auch langsam merke, dass ich alt werde (lacht). Es ist mir nun lieber, wenn ich mich auf ein bis zwei Dinge konzentriere.
Die Überarbeitung selbst besteht aus mehreren Arbeitsschritten und braucht auch noch mal mindestens einen Monat. Allerdings lasse ich zuvor das Manuskript mehrere Wochen ruhen, damit ich Abstand bekomme. Als Autor steht man seinen eigenen Texten blind gegenüber, das ist einfach so. In dieser »Ruhezeit« haben es auch meine sehr geschätzten Testleser, auf die sollte man auf keinen Fall verzichten.

Darklady: Was nervt dich in deinem Beruf als Autorin am meisten?

Monika: Dass er von vielen immer noch nicht als richtiger Beruf anerkannt wird. Da kommen gerne so Kommentare wie: »Du arbeitest zuhause? Ach, hast du es gut.« Oder: »Wann arbeitest du mal wieder was Richtiges?« Oder: »Stell dir vor, du müsstest noch in die Arbeit gehen.«
Da könnte ich an die Decke gehen. Aber jemand, der nicht schreibt, weiß leider nicht, wie viel Arbeit das wirklich bedeutet. Man tippt ja nicht mal schnell was runter.
Ich schreibe ja auch historische Romane, in denen wahnsinnig viel Recherche steckt. Das verschlingt auch immer Unmengen an Zeit.

Darklady: Du schreibst deine Bücher ja unter verschiedenen Pseudonymen. Wieso tust du das? Und wer sucht diese Pseudonyme aus, der Verlag oder du?

Monika: Inka Loreen Minden war mein erstes Pseudonym (übrigens ein Anagramm meines Namens), weil ich die Erotik von anderen Genres, wie zum Beispiel Jugendbuch, trennen wollte.
Lucy Palmer bin ich nur bei blue panther books. Dieses Pseudonym haben die Verleger ausgesucht und es verbleibt auch beim Verlag.
In Zukunft werden noch weitere Pseudonyme hinzukommen.

Darklady: Welche beruflichen Pläne hast du für die Zukunft?

Monika: Dieselben, wie jetzt auch: weiterschreiben, veröffentlichen, gelesen werden. Nur werden neue Genres hinzukommen, wie zum Beispiel Jugendbuch. Deshalb arbeite ich nun auch mit einer Agentur zusammen, weil es in diesem Genre noch mühsamer ist als in der Erotik, um weiterzukommen oder überhaupt einen Verlag zu finden. Ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit der Agentur und bin gespannt, wohin mich das in Zukunft bringt.

Darklady: Welche Ratschläge hast du für Neuautoren, die noch auf ihre erste Veröffentlichung hoffen?

Monika: Hart an sich arbeiten, konstruktive Kritik annehmen, sich weiterentwickeln, viel lesen, noch mehr schreiben und die Hoffnung nicht aufgeben :-)

Darklady: Moni, ich danke dir im Namen aller Leserinnen und Leser des Blogs ganz herzlich für das Interview.

Monika: Und ich bedanke mich recht herzlich für die Einladung auf deine Seite. Hat Spaß gemacht.


Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: blue panther books; Auflage: 1., verb. Aufl. (15. September 2010)
ISBN-10: 3940505269
ISBN-13: 978-3940505262

Kurzbeschreibung:
Lucy Palmer schafft es immer wieder, den Leser mit ihren lustvollen Geschichten in den Bann zu ziehen …
Träumen Sie von ...
einem maskierten Lord,
zwei starken Männern im alten Rom,
einer einsamen Insel voller Begierde
oder von einem Lady-Cop?

Dann ist dieses Buch genau richtig für Sie!

Donnerstag, 4. November 2010

Lesenswert-empfehlenswert

Als alter Krimifan stöbere ich gerne auf Amazon in den richtig schönen, spannenden, blutigen, geheimnisvollen Krimis. Bei mir müssen sie entweder blutig und psychopathisch-irr sein oder düster, mit tausend ungelösten Fragen oder mit Lokalkolorit, wie die Kommissar Kluftinger-Allgäu-Krimis. Die verschlinge ich regelrecht, genauso wie Claudia Mummerts wirklich Gänsehaut verursachende Karlsruh-Krimis. Jetzt hat sich mein geschätzter Kollege Viktor Glass aufgemacht einen Augsburg-Krimi zu schreiben. Bei "Trockeneis" liest sich der Klappentext schon interessant. Aber der Krimi selber - ich sage nur "Zucker"!
Viktor hat in diesem Buch herrlich skurrile Protagonisten geschaffen, die man einfach lieben muss. Aber ich will nicht zu viel verraten. Lest selbst, ihr werdet begeistert sein!
LG Edna Schuchardt

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Friesentod

icon Für alle, die schon gespannt darauf warten: Friesentod geht nächste Woche in Druck. Ich habe noch eine kleine Landkarte dazu gezeichnet, auf der die Leser alle Orte finden, an denen der Krimi spielt. Sobald der Veröffentlichungstermin feststeht, werde ich es hier und auf "Darklady" bekanntgeben.
LG Edna Schuchardt

Freitag, 22. Oktober 2010

Nordseekrimi

Da mein dritter Nordseekrimi "Friesenrache" wahrscheinlich im Winter spielen wird, möchte ich euch ein paar Impressionen aus der kalten Jahreszeit zeigen und beweisen, dass die Nordsee auch bei Eis und Schnee wunderschön ist.

Interview mit Natalie Frank

4158q35-2BT-2BL__SL160_AA115_ Als ich mich mit Natalie verabredete, wusste ich wirklich nicht, wer hinter dem Pseudonym steckt. Aber als wir uns dann auf der Restaurantterrasse des Mercedes Museums trafen, habe ich sie sofort erkannt. Beruflich haben wir nämlich schon häufiger miteinander zu tun gehabt. Dass aber ausgerechnet sie einen Ausflug ins Erotikgenre wagen würde, hatte ich nicht erwartet.

Natalie (schmunzelt breit): Tja, ich sage ja immer, als Autor sollte man alles einmal ausprobiert haben.

Darklady: Okay, Natalie, aber wie bist ausgerechnet du dazu gekommen, einen Erotikroman zu schreiben? Das ist ja eigentlich gar nicht dein Genre.

Natalie Frank: Stimmt, ich habe bisher fast ausschließlich Krimis, Historische Liros und zwei Drehbücher geschrieben. Aber die Idee, mal einen Erotikroman zu schreiben, trage ich schon seit längerer Zeit mit mir herum.

Darklady: Hattest du dafür bisher keinen Verlag gefunden?

Natalie Frank: Nein, die Verlage mit denen ich normalerweise arbeite, haben stets abgewinkt, wenn ich mit der Idee kam.

Darklady: Und Juicy Books nicht?

Natalie Frank: Nein, Juicy Books suchte zu der Zeit gerade Autoren für Erotikromane der etwas deftigeren Art. Als ich Ihnen das Exposé zu "Doktorfick" anbot, waren sie sofort bereit, das Manuskript anzukaufen.

Darklady: Und wieso bist du ausgerechnet auf einen solchen - na ja - wirklich schon etwas heftigeren Stoff gekommen?

Natalie Frank (lacht): Ach, ich habe schon vor längerer Zeit damit angefangen, die Leute zu befragen, was sie gerne lesen würden. Nicht nur im Erotikgenre, sondern auch bei Horror, Krimi oder Liro. Das hat mir immer geholfen, auf die Leser hinzuschreiben. Was Doktorfick angeht, so enthält er eigentlich eine Sammlung der Sexfantasien verschiedener Männer und Frauen. Ja, und besonders die Fantasien eines meiner - ich darf ihn ruhig Fan nennen - der mir sehr offenherzig seine Fantasien erzählt hat. Stephan E. hat das Manus dann auch als erster gelesen und beurteilt.

Darklady: Und werden bei Juicy Books weitere Romane von dir erscheinen?

Natalie Frank: Das weiß ich noch nicht. Juicy Books ist ja noch ein ganz junger Verlag, der gerade eben erst versucht, den Markt zu erobern. Man muss einfach abwarten, wie er sich entwickelt. Aber wenn es ihm gelingt, Fuß zu fassen, dann würde ich gerne weitere Romane für Juicy Books erarbeiten.

Darklady: Und die werden genauso saftig ausfallen wie Doktorfick?

Natalie Frank (lacht erneut): Mit Sicherheit! Ich habe noch jede Menge Stoff, der darauf wartet, verarbeitet zu werden. Und es kommen beinahe täglich neue Ideen hinzu.

Darklady: Noch eine Frage: Wie bringst du die Leute dazu, dir solche intimen Dinge zu verraten?

Natalie Frank: Die meisten Interviews führe ich bei Dessouspartys. Da ist die Stimmung sowieso schon lockerer und die Frauen genieren sich nicht so, weil sie ja unter sich sind. Männer hingegen sprechen weitaus offener und vorbehaltloser über ihre Fantasien und wenn sie erfahren, dass ihre Träume in einem Roman veröffentlicht werden, sind viele gar nicht mehr zu bremsen.

Darklady: Dann hoffe ich mal, dass Juicy Books Erfolg hat und wir bald den nächsten Eros von dir lesen können. Und was hast du als Nächstes geplant?

Natalie Frank: Urlaub (sie lacht erneut) zwei Wochen ohne Computer, Handy oder Blackberry. Nur der Strand, das Wasser und ich.

Darklady: Nord- oder Ostsee?

Natalie Frank (lacht): Oh, ich weiß, du bist ein Nordseefan. Aber mich zieht es ins Warme. Ich verrate es dir. Wir fahren zwei Wochen mit dem Camper an den Gardasee, nach Lazise. Da gibt es einen schönen Campingplatz, auf dem wir schon ein paar Mal geurlaubt haben.

Darklady: Wie, kein Hotel???

Natalie Frank: Nee (sie schüttelt lachend den Kopf), das ist nicht unser Ding. Wir lieben die Unabhängigkeit und Ungezwungenheit, die der Campingplatz bietet. Und das Beste ist: Wenn das Wetter schlecht ist, hängst du den Camper ans Auto und fährst einfach dahin, wo die Sonne scheint.

Darklady: Okay, Natalie, dann wünsche ich dir, oder besser euch, auch im Namen sämtlicher Blogleserinnen und Leser eine schöne Zeit und gute Erholung.

Natalie Frank: Danke und ich wünsche allen Lesern und Leserinnen einen wunderschönen Sommer. Tschüß!!!!

Interview mit Kerstin Gier

Interview mit Kerstin Gier
Ihre Bücher stürmen regelmäßig die Bestsellerlisten. Einige sind sogar verfilmt worden. Aber der Erfolg ist Kerstin nicht zu Kopfe gestiegen. Sie ist die sympathische, etwas chaotische Frohnatur geblieben, die mit ihrem Humor nicht nur ihre Leser immer wieder zum Lachen bringt.

(Foto: Oliver Favre)

Darklady: Kerstin, du gehörst zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen, die wir im Moment haben. Deine Bücher stürmen alle Hitlisten, die Leute können gar nicht genug bekommen von deinen witzig-hintergründigen Geschichten. Woher nimmst du nur all die Ideen für deine Romane?

Kerstin Gier: Tja. Das frage ich mich auch manchmal. Aber irgendwie sind die Ideen immer schon da. (Gott sei Dank.) Nur das Aufschreiben macht dann die ganze Arbeit.

Darklady: Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen? War es schon immer dein Traum oder gab es so eine Art Initialzündung, die dich an den Schreibtisch getrieben hat?

Kerstin Gier: Wahrscheinlich habe ich mit dem Schreiben angefangen, weil ich nicht malen konnte :-) Und auf jeden Fall, weil ich immer unheimlich traurig war, wenn ich ein Buch zu Ende gelesen hatte. Meine ersten Schreibversuche sind daher Kalle Blomqvist, Teil vier und eine Fortsetzung vom schrecklichsten Kinderbuch aller Zeiten: Die Pfäfflings oder so ähnlich. (Darin ging es um eine schrecklich fromme, gebildete aber arme Familie, die ihre zahlreichen Kinder mit ekelhaftesten Erziehungsmethoden verkorkste - meine Fortsetzung nannte ich daher "Die Rache der verkorksten Pfäfflingkinder".)

Darklady: Wie sehr hat der Erfolg dein Leben verändert und wie reagiert dein Umfeld auf deine Berühmtheit?

Kerstin Gier: Hahahaha. (*lacht) Na ja, der "Erfolg" ist ja noch ganz frisch, und ehrlich gesagt hat sich auch noch nicht so besonders viel verändert. Aber neu ist auf jeden Fall, dass das Konto am Ende des letzten Jahres NICHT überzogen war - ein großartiges Gefühl. Und mein Umfeld freut sich, dass wir sie nicht mehr anpumpen (*lacht wieder ausgelassen) Nee, im Ernst, es ist schön, dass wir jetzt endlich unser Haus weiter fertig bauen können, das in manchen Ecken immer noch rohbauähnliche Zustände aufweist. Und Urlaub machen wir jetzt auch öfter - ohne schlechtes Gewissen. Im Verlag ist man übrigens genauso nett zu mir wie vorher auch: Die sind einfach immer schon nett gewesen bei Lübbe. Sehr netter Verlag.

Darklady: Als Starautorin mit Rekordverkäufen ist man ja (leider) auch Neid und Bosheit ausgesetzt. Wie gehst du mit Kritiken um, die eigentlich nur darauf zielen, dir die Laune zu verderben?

Kerstin Gier : Ich versuche es mit Yoga. Das macht wahnsinnig lässig....... ommmmmmh. (*wird nun doch ein wenig rot.)In echt bin ich oft richtig... fertig mit der Welt. Aber bald habe ich möglicherweise genug Geld, einen Killer zu bezahlen...

Darklady: Du hast bisher 35 Bücher und unzählige Kurzgeschichten geschrieben. Das bedeutet doch sicherlich, dass du sehr diszipliniert bist und deinen Alltag straff durchorganisiert hast. Wie können sich deine Leser einen Kerstin-Gier-Tag so ungefähr vorstellen?

Kerstin Gier: Oh je. Diszipliniert wäre ich wirklich gern. Beinahe so gern wie schlank. Ich WILL wirklich meine Schreibzeit (wenn mein Sohn in der Schule/bei Freunden ist) effektiv nutzen, aber dann kommen immer so viele Dinge dazwischen: All diese schönen Blogs, die man lesen kann. Bücherforen. Autorenforen. Nette Mails von Freunden beantworten. Und der Verkaufrang bei amazon muss ja auch beobachtet werden... Der Garten möchte auch beackert werden. Und gestern habe ich, anstatt zu schreiben, die Küche gestrichen. Fliederfarben. Sieht super aus. (Besser als es sich anhört, möglicherweise) Ein Kerstin-Gier-Tag ist immer ungefähr 24 Stunden zu kurz. Deshalb artet die Schreiberei vor dem Abgabetermin dann immer in echte Plackerei aus: Tag und Nacht. Und dazwischen auch noch.

Darklady: Was würdest du Menschen raten, die gerne schreiben und von einer Schriftstellerkarriere träumen?

Kerstin Gier: Ich würde ihnen raten zu schreiben. Und sich nicht irre machen zu lassen. Manche Träume gehen wirklich in Erfüllung.

Darklady: Wie stehst du den neuesten Literatur-Trends gegenüber?

Kerstin Gier: Meinst du Trends, die Bücher wie "Feuchtgebiete" umfassen? Ach, ich finde, wenn es so einen rasenden Absatz findet und solch explosives Echo hervorruft, wird es wohl auch seine Berechtigung haben. Man muss halt nur nicht jeden Trend mitmachen.

Darklady: Was liest du selber gerne und hast du Lieblingsautoren/Innen?

Kerstin Gier: Ich lese selber querbeet fast alles, liebe die Bücher von Arto Paasilinna, Nick Hornby, Anne Fine, Charlotte Thomas und Marian Keyes, aber auch Thriller wie von Linwood Barcley. (oder wie der Mann heißt - schwerer Name aber auch). Außerdem blättere ich für mein Leben gern in Gartenbildbänden.

Darklady: Bekommt eine Starautorin wie du eigentlich auch noch Absagen oder reißen dir die Verlage deine Exposees oder Manuskripte geradezu aus dem Computer?

Kerstin Gier: Man kommt ja gar nicht dazu, mal was anderes zu schreiben, als das, für das man ohnehin schon einen Vertrag hat. Und weil meine Abgabetermine ja immer schon so knapp sind, müssen die Verlage nehmen, was sie kriegen, ha.

Darklady: Treibst du einen Ausgleichsport, um vielleicht den typischen Berufskrankheiten wie HWS und so weiter vorzubeugen?

Kerstin Gier: Äh. (*schielt zum Laufband hinüber, das unter einem Wust von Klamotten und Kisten verborgen ist). Klar. Laufen und Gymnastik und - ach ja, Yoga, natürlich.

Darklady: Irgendwo habe ich gelesen, dass du gerne isst. Verrätst du uns dein Lieblingsgericht?

Kerstin Gier: Also, sehr gern esse ich selbstgemachte Spätzle. Mit Hähnchengeschnetzeltem und Salat aus dem Garten. Aber auch Tandoori-Reisgerichte. Oder grüne Bohnen mit... oh, was für eine Frage, ausgerechnet an mich. Ich glaube, ich mag alles, außer Preßsack. (Hört sich fies an, deshalb.)

Darklady: Hast du noch beruflich Pläne, Träume, Wünsche, die noch nicht erfüllt wurden?

Kerstin Gier: Ja. Jede Menge Pläne, Träume und Wünsche. Zum Beispiel diesen Traum mit dem eigenen Gartenbildband.

Darklady: Kerstin, ganz herzlichen Dank für dieses Interview

Ein Leckerbissen für Freunde des Historischen Romans

Die-Tochter-des-Gerbers_small
Die Tochter des Gerbers
Sie ist die Tochter eines einfachen Handwerkers und erobert das Herz eines Herzogs. Ein Mittelalterroman voller Leidenschaft und Spannung. Normandie, 1026. Die Zukunft der schönen 16-jährigen Gerberstochter Arlette scheint rosig - bis sie von dem Adligen Gilbert de Brionne vergewaltigt wird. Welcher Mann wird sie jetzt noch zur Frau nehmen, zumal sie schwanger ist? Einige Monate später kehrt Gilbert zurück. Als er erfährt, dass Arlette ein Kind zur Welt gebracht hat, entführt er ihren Sohn. Tobend vor Wut kämpft Arlette sich bis zum Grafen Robert vor - eine folgenschwere Begegnung ...



Über dieses Buch:
Mit den Mitteln des Romans wird das spannende Leben einer ungewöhnlichen Frau nachvollzogen: Herlève (Arlette), die Tochter des Gerbers Fulbert aus Falaise erlebte in einer Epoche des gesellschaftlichen Umbruchs, der ganz Europa erfasste, einen beispiellosen Aufstieg. Die Gerbertochter wurde zur Geliebten des Herzogs Robert des Prächtigen und später Ehefrau des Adeligen Herluin de Conteville. Sie war Mutter eines Königs (Wilhelm der Eroberer), ebenso wie eines Bischofs (Odo von Bayeux) und eines Grafen (Robert von Mortain). Viele noch heute existierende Adelshäuser, vor allem in England, zählen sie zu ihren Vorfahren, nicht zuletzt auch das holländische und das englische Königshaus.


Autorin: Hilke Müller
erschienen im Bertelsmannverlag
http://www.derclub.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/BC-DECM-Site/de_DE/-/EUR/ViewProductDetail-Start?ProductSKU=1892407
logo

Nordseekrimi

Aktuelle Beiträge

Interview mit Britta...
Da ich sowieso einige Tage in meiner alten Heimat...
Nordseekrimi - 2. Jan, 12:04
Interview mit Aveleen...
Das Wetter in München ist regnerisch, ein unangenehmer...
Nordseekrimi - 10. Feb, 15:25
Endlich da!
Er ist endlich da: Der neue Nordseekrimi "Friesentod"....
Nordseekrimi - 6. Dez, 15:47
Interview mit Lucy Palmer
Sie ist eine der erfolgreichsten Erotikautorinnen...
Nordseekrimi - 29. Nov, 16:03
Lesenswert-empfehlenswert
Als alter Krimifan stöbere ich gerne auf Amazon...
Nordseekrimi - 4. Nov, 19:03

Infos
Interviews
Literaturtipps
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren