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Montag, 2. Januar 2012

Interview mit Britta Orlowski



Da ich sowieso einige Tage in meiner alten Heimat Berlin verbringen wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt auch gleich mal bei meiner Kollegin Britta Orlowski vorbeizuschauen, die im idyllischen Örtchen "Rathenow" lebt, wobei für Berliner alles Örtchen ist, was weniger als 100.000 Einwohner hat *lol*. Das Wetter war leider nicht so besonders, deshalb konnten wir nicht in Brittas wunderschönem Garten sitzen. Aber ihr Haus ist toll gemütlich was zum Teil an den hübschen Patchwork und Quiltassesoires liegt, die überall dekorativ verteilt sind.



Da platzte mir dann auch gleich die Frage raus: "Sag mal, hast du das alles selbst genäht?"
"Ja, das habe ich", lautete die Antwort, die mir echte Bewunderung abverlangte, weil ich in Handarbeit vom ersten bis zum letzten Schuljahr beständig eine Fünf hatte.
Meine zweite Frage war dann nach den Titeln der Trilogie, die im nächsten Jahr im Verlag Aaronis Collection erscheinen werden.

Britta Orlowski : Sie lauten 'Rückkehr nach St. Elwine', das Buch erscheint Ostern 2012, zweitens 'Pampelmusenduft', das erscheint ebenfalls Ostern 2012 und der dritte Band heißt 'Zitronentagetes'. Die Nummer drei erscheint dann aber erst 2013.

Darklady: Deine Romane erscheinen im Frühjahr und du warst so nett, mir schon mal ein paar Vorabinfos zu geben. Aber ich finde es besser, wenn du den LeserInnen selber etwas über deine Romane erzählst. Würdest du das tun?

Britta Orlowski: Sehr, sehr gern. Ich möchte vor allem nicht versäumen zu sagen, dass meine Romane zwar im Quilt- und Patchworkmilieu spielen, sie aber so konzipiert sind, dass jede Frau sie lesen kann. Es gibt dort Liebe, Romantik, Spannung, Erotik, Humor und Tragik – wie im richtigen Leben. Es ist einfach wie ein Querschnitt durch den kleinen Ort St. Elwine oder ein Spaziergang, bei dem man hinter die Kulissen der Häuser schauen kann.



Pampelmusenduft
von Britta Orlowski
ISBN 978-3-936524-53-6

Der Roman "Pampelmusenduft" erscheint Ostern 2012 in der Aaronis Collection. Ab wann er vorbestellt werden kann, wird noch bekannt gegeben.

Die Geschichte über die Menschen in St. Elwine geht weiter...

Als Charlotte und Tyler sich zum ersten Mal begegnen, stehen beide unter Stress.
Sie kehrt nach langer Tätigkeit in der Entwicklungshilfe heim und fühlt sich von der Menschenmenge auf dem Flughafen erschlagen.
Er hingegen ist Rocksänger, hat eine kräftezehrende Tournee hinter sich undkämpft mit einem Jetlag.
Daher hält sie ihn für einen enthusiastischen Fan und er sie für eine zickige Touristin.
Was als Verwechslungskomödie beginnt, entwickelt sich allmählich zu einem mysteriösen Versteckspiel. Bald erhält Tyler Anrufe und Drohbriefe. Wer ist der Stalker?
Nachdem es immer wieder zu überraschenden Wendungen kommt,
spitzt sich die Lage plötzlich dramatisch zu...
Eine furiose Liebesgeschichte, deren Spannungsbogen bis zur letzten Seite reicht. Liebhaber von Romanen im Patchworkmilieu kommen auf ihre Kosten und treffen auf alte Bekannte aus Band eins.


Darklady: Hast du die Orte, in denen die Trilogie spielt selber besucht?

Britta Orlowski: Die Küstenstadt St. Elwine ist ein fiktiver Ort. Pate stand jedoch ein real existierendes Inselchen, auf der ich einst mit meiner Familie einen herrlichen Urlaub verbracht habe.

Darklady: Habe ich das richtig verstanden, du bist selbst eine begeisterte Quilterin?

Britta Orlowski: Ja, das ist korrekt.

Darklady: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Quilten und Patchwork?

Britta Orlowski: Das ist einfach erklärt: Quilten ist das englische Wort für steppen. Also ist ein Quilt eine Steppdecke.
Früher verwendete man ja Flicken, die aus alten Klamotten noch brauchbar waren - es musste gespart werden. Meistens waren die Leute arm, die in die neue Welt aufbrachen, um ihr Glück zu finden. Und da verschlissene Stücke nicht so gut wärmten, wurden die einzelnen Lagen (Top, Einlage, Rückseite) gesteppt - also gequiltet. Dadurch "kittete" man die Lagen aneinander, dass sie nicht verrutschten und je dichter gesteppt wurde, desto besser wärmte das Teil. Zusätzlich kam dann irgendwann mal jemand auf den Trichter, die Steppstiche nach einem Muster zu machen. So dass auch noch eine hübsche Optik dazu kam.

Patchworking - ist, wie der Name schon sagt, eine zusammengesetzte Näharbeit aus verschiedenen Flicken/Teilen. Im strengsten Sinne ist damit lediglich das Top, also die Vorderseite gemeint. Erst wenn alle drei Lagen zusammen geheftet und anschließend gesteppt wurden, darf das Teil Quilt genannt werden.

( Dieser wunderschöne Winterquilt gehört einer Leserin, Claudia Hieber, noch... Sie bietet ihn zum Verkauf an. Bei Interesse bitte mailen an:claudia@hibi.eu)




Darklady: Wie lange hast du an den Manuskripten gearbeitet?

Britta Orlowski: Das ist schlecht genau zu beantworten. Das erste Manuskript hat wohl am längsten gedauert. Während der Arbeit daran habe ich mich Kritikern gestellt, deren Hinweise ich oft berücksichtigt habe. Und das hieß: ändern, überarbeiten, nochmals neu schreiben, wieder ändern ...

Darklady: Und wie lange hat es gedauert, bis deine Buchidee angenommen wurde, bzw. bei wie vielen Verlagen hast du dein Manuskript eingereicht?

Britta Orlowski: Es gingen schon Jahre ins Land. Nach der zehnten Absage habe ich aufgehört mitzuzählen. Es war zu frustrierend. Ganz wunderbar war dann, dass mein Sohn sagte: „Das schaffst Du schon, kleine Mama.“ Er hat recht behalten.

Darklady: Schreibst du auch in anderen Genres?

Britta Orlowski: Ich habe begleitend zum ersten Roman ein Sachbuch geschrieben, in dem Anleitungen zum Nachnähen von zehn Projekten aus „Rückkehr nach St. Elwine“ stehen. Durchaus möglich, dass ich das auch für die beiden anderen Romane realisiere. Das hängt davon ab, ob ein Verlag gefunden wird.

Außerdem schreibe ich derzeit an einem historischen Roman. Im Grunde gehören aber alle meine Romane zum Genre Liebesroman, egal, in welcher Zeit sie spielen.

Darklady: Woher nimmst du die Ideen für deine Romane?

Britta Orlowski: Die sind irgendwann einfach da. Wahrscheinlich geht eine Menge ab in meinem Unterbewusstsein. Aber ich möchte das gar nicht analysieren. So bin ich eben.

Darklady: Viele Autoren hassen das Exposéschreiben. Wie ist das bei dir? Und wie lange brauchst du, bis du ein verlagsreifes Expo fertig hast?

Britta Orlowski: Früher habe ich die Exposés immer erst nachträglich geschrieben, weil sie von den Verlagen verlangt wurden. Heute kann ich das auch schon vorab (dank meiner Kritiker und „Mentoren“). In ein zwei Tagen, denke ich, bekomme ich ein gutes Exposé hin. Zwei Tage deshalb, weil ich stets nochmal nachfeile.

Darklady: Wie entwickelst du deine Personen?

Britta Orlowski: Ich gehöre nicht zu den Autoren, die lange entwickeln. Handlung, Protagonisten, Orte, Namen: sie sind einfach eines Tages da und los geht´s.

Darklady: Wie gehst du bei der Recherche vor?

Britta Orlowski: Das läuft eher zum Teil parallel, während des Schreibens anderer Romane. In dem Moment, wo ich eine vage „Vision“ für ein zukünftiges Projekt habe, beginne ich nach und nach Fakten zu sammeln. Meistens landen die nötigen Informationen zufällig bei mir. Andere, die sich dann ergeben, habe ich erst mal begonnen, den betreffenden Roman zu schreiben, suche ich gezielt in allen möglichen Quellen.

Darklady: Brauchst du ein bestimmtes Ambiente, um konzentriert arbeiten zu können? Hörst du bei der Arbeit an einem Manuskript vielleicht Musik und wenn ja, welche Stücke inspirieren dich? Oder brauchst du zum Schreiben absolute Stille?

Britta Orlowski: Ich möchte allein sein, so viel steht fest. Der Rest ist Wetter abhängig: Draußen im Garten, in der Sonne oder in meinem Arbeitszimmer. Sitze ich im Garten, schreibe ich die Rohfassung handschriftlich. Tippe ich es dann in den PC ein, lasse ich mich gern auch von Musik begleiten. Insbesondere bei „Pampelmusenduft“, da die männliche Hauptfigur ein Rocksänger ist. Auch greife ich manchmal zu Musik, um mich in besondere Stimmungen zu versetzen.

Darklady: Und wo arbeitest du am liebsten? Magst du den Lesern deinen Arbeitsplatz ein wenig beschreiben?

Britta Orlowski: Am liebsten – eindeutig draußen im Garten. Auf einem bequemen Liegestuhl, mit einem Knietablett über den Beinen liegend. Kugelschreiber und Schulblock oder Heft – mehr brauche ich nicht. Da gehen meine Gedanken auf die Reise und ich bin dann mal weg ...

Darklady: Wie lange arbeitest du an einem Manuskript und wie sehen die Arbeitsabläufe aus?

Britta Orlowski: Da ich noch meinem Broterwerb nachgehe, muss das Schreiben eine untergeordnete Rolle einnehmen – noch (lacht). Ich bemühe mich, täglich drei bis fünf Manuskriptnormseiten zu schreiben. Am Wochenende oftmals mehr.

Darklady: Was nervt dich in deinem Beruf als Autorin am meisten?

Britta Orlowski: Das Warten auf Antworten, sei es von Verlagen oder Agenturen.

Darklady: Welche beruflichen Pläne hast du für die Zukunft?

Britta Orlowski: Es wäre schon schön, wenn sich meine Bücher gut verkauften und man davon leben könnte.

Darklady: Was bedeutet das Schreiben für dich?

Britta Orlowski: Den Alltag vergessen, Abenteuer erleben, endlich in allem den Bestimmer mimen (lach).
Fakt ist: Ohne Schreiben kann ich nicht leben. Ich brauche es, wie das Atmen.



Der Roman erscheint in überarbeiteter Fassung Ostern 2012 im Verlag Aaronis Collection neu.
Vorbestellung ab sofort:
aaroniscollection@t-online.de
oder telefonisch: 07191/20386 sowie 07191/22555

Der erste Roman über das Quilter- und Patchworkmilieu aus der Feder einer deutschen Autorin. Elisabeth Crane kehrt nach Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie nimmt die Stelle der Oberärztin am St. Elwine Hospital an und widmet sich mit großem Elan ihrer Arbeit. Dank des Einflusses ihrer Freundin Rachel schließt sich Liz der örtlichen Patchworkgruppe an.
Bereits nach wenigen Wochen trifft sie auf ihren alten Gegenspieler aus der Highschool – Joshua Tanner. Glaubt er noch immer der unwiderstehliche Herzensbrecher zu sein? Elisabeth ahnt: irgendetwas hat sich geändert. Sie kann nicht verhindern, dass ihr Leben erneut kompliziert wird und schon bald steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens... Dies ist der Auftakt einer Serie spannender Geschichten über die Menschen in St. Elwine – einer gewöhnlichen Kleinstadt an der Küste von Maryland.


Darklady: Wie gehst du mit Absagen um?

Britta Orlowski: Das ist unterschiedlich, je nach dem, wie es mir an dem betreffenden Tag geht. Aber schön ist es nie.

Darklady: Und wie gehst du mit schlechten Kritiken und Rezensionen um?

Britta Orlowski: Ich muss noch viel lernen, um nicht mehr so dünnhäutig zu sein. Zum Glück überwogen bis jetzt die guten Kritiken und das gibt mir Kraft.

Darklady: Was denkst du, ist für Neuautoren, die noch nicht veröffentlicht haben, am wichtigsten? Worauf sollten sie achten und was sollten sie vermeiden?

Britta Orlowski: Sie sollten sich Kritiker suchen, die nicht zum Freundeskreis gehören und sich der Kritik stellen. Auch wenn es weh tut. Man lernt daraus. Außerdem halte ich es für wichtig, sich ein Netzwerk aus Autoren, Lesern, Verbänden u.s.w. aufzubauen – ohne Internetanschluss und nur im stillen Kämmerlein funktioniert das nicht. Und man braucht einen sehr, sehr, sehr langen Atem.

Ich bekam ganz am Anfang einen Tipp, den ich stets beherzigt habe: nichts machen, wofür ich selbst Kosten tragen muss. Egal wie verlockend es in manchen Situationen erscheinen mag.

Darklady: Liebe Britta, ich danke dir ganz, ganz herzlich für dieses Interview.

Wer mehr über Britta und ihre Bücher erfahren möchte, bitte hier entlang....

http://www.britta-orlowski.de/

PS: Danke noch mal für deinen absolut leckeren Tee!!!! Du bist von uns beiden eben doch die bessere Tee-Köchin *smile*
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